Behind The Story
Es ist die Stille, die man sich manchmal im eigenen, vollgestopften Inneren wünscht.
Hinter den dicken Mauern von St. Gertrud herrscht eine Ruhe, die keine Flucht ist, sondern die Konsequenz einer radikalen Entscheidung. Die Frauen dort leben nach der Benediktsregel: beten, arbeiten, schweigen.
Und doch steht man diesen Nonnen gegenüber und trifft auf eine Heiterkeit, die einen provoziert. Keine spirituelle Verzückung, sondern die unaufgeregte Zufriedenheit von Menschen, die den Lärm da draußen – die Eitelkeiten, die täglichen Verhandlungen – einfach nicht mehr brauchen. Sie haben sich einer Taktung unterworfen, die so streng ist, dass kein Raum für das private Elend bleibt.
Kein Besitz, keine Ablenkung. Der Tag wird vom Stundengebet zersägt, die Arbeit im Garten ist physisch, der Blick gerichtet.
Wer sie fotografiert, wer auf das Bild der strengen, gebrochenen Nonne hofft, scheitert an der Realität. In diesen Gesichtern findet sich keine Spur von Entsagung. Da ist nur eine nüchterne, unverschämte Präsenz. Das Glück in St. Gertrud ist karg, trocken und absolut real. Es ist die zynische Pointe eines Lebens, das alle Optionen gestrichen hat, um endlich seine Ruhe zu haben.














